Inneres Kraftwerk - Sitzung mit Tina

Tina hat sich mit ihrem Geschäftspartner selbstständig gemacht. Die Webseite ist fertig und nun geht es daran, Kunden zu finden. Stress, Angst und Aufregung sind ihre ständigen Begleiter. Sie sagt, dass sie gerade irgendwie den Kontakt mit sich verloren hat.

Ich bitte sie zu spüren, wo sie die Angst am stärksten wahr nimmt. „Im Brustkorb ist gerade alles eng“, antwortet sie. Außerdem sei da eine enorme Unruhe, ein Ziehen und Drücken gleichzeitig. Ich lege meine Hände auf ihren Brustkorb und unterstütze sie beim Atmen, damit ihr Brustkorb wieder weiter werden und sich Raum nehmen kann.

Sie freut sich, wieder mehr Platz im eigenen Körper zu haben und sagt nach einer Weile, dass jetzt alles, was sich im Brustkorb geballt hat, anfängt, zu verteilen. Das gehe vor allem in die Arme, die jetzt kribbeln und Hände, die ganz warm werden und sich groß an fühlen.

Daraufhin frage ich sie, ob eigentlich schon bei ihr angekommen ist, dass sie jetzt eine eigene Firma hat. „Nee, gar nicht“, ist ihre Antwort und ich bitte sie, mir genauer zu erzählen, was sie anbietet, beim Erzählen immer Pausen zu machen, damit sie körperlich spüren kann, was sie sagt und auch ihre Freude daran und Liebe darin. Wir nehmen uns Zeit dafür und später bitte ich sie wieder, ihren Brustkorb wahrzunehmen. Er sei immer noch weit, jetzt sogar weich. Und da sei noch etwas, „wie eine Kraft … eigentlich sogar wie ein Kraftwerk“, staunt sie. Ich bitte sie, diese Kraft körperlich zu fühlen und auch zu beschreiben: „Es ist warm und wie ein Energiefeld, das seine Energie langsam und beständig ausströmt. Das kostet mich gar keine Anstrengung. Das macht es einfach so!“ Was für ein wunderschönes Potential von ihr sich hier zeigt! Wir nehmen uns noch einige Minuten Zeit, das Kraftwerk, das Unanstrengende und die Leichtigkeit zu spüren. Dieses Gefühl wirklich rein zu lassen ist wichtig, weil es ihr so unwahrscheinlich vorkommt und ungewohnt ist. Und damit ihr Körper diese ureigene Energie wirklich absorbiert.

Nach der Sitzung bekommt der Körper ein paar Minuten Ruhepause zum Integrieren.

Als sie wieder vor mir steht, strahlt sie. Ihr Körper ist zart, aber wirkt gar ganz anders. „Wie groß oder klein fühlst du dich?“, frage ich sie. „Groß! Auf jeden Fall größer als sonst. Und kraftvoll“, antwortet sie. Der Kontakt mit sich selbst und ihrem Business sei auch voll da. Die Aufregung auch, aber die sei voll okay.


Fachliche Einordnung:

Manchmal ist unser aktuelles Gefühl wie eine Tür zu einem Potential, das wir in der Art noch gar nicht wahr genommen haben. Es gibt Sitzungen, in denen man nur dem folgen braucht, was der Körper gerade zeigt, und es kann sich erst ganz leise und dann immer deutlicher zeigen. Und es ist auch für mich immer wieder erstaunlich, wie wenig es oft dafür braucht. Etwas, das gesehen und gefühlt werden will, entfaltet sich dann ganz von selbst.

Du möchtest mehr über den Ansatz lernen, der Tina geholfen hat? Dann lies hier weiter zum potenzialorientierten Pantarei Approach.

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